
Wenn Sie die nächsten Ferien im Burgenland Österreich verbringen möchten, haben Sie ein zauberhaftes Urlaubsziel gewählt. Auch aus der Schweiz reisen jedes Jahr interessierte Touristen nach Österreich, selbst wenn die Schweiz kein EU-Land ist. Die beiden Länder gehören aber zur DACH-Region und trotzdem gibt es zahlreiche Unterschiede. Wir verraten Ihnen, welche das sind.
In Österreich benötigen Sie eine Vignette für die Autobahnen
Sie kommen aus der Schweiz bequem mit dem Auto nach Österreich, wenn Sie nicht stundenlang in der Bahn sitzen wollen. Mautpflicht besteht und hier gibt es die ersten Änderungen. In der Schweiz sind Sie das Klebeetikett für das ganze Jahr gewohnt. Österreich hingegen bietet Ihnen deutlich mehr Flexibilität bei der Wahl Ihres Maut-Zahlscheins. Sie können sich für eine Vignette entscheiden, die lediglich zehn Tage oder zwei Monate gültig ist. Das ist besonders praktisch, wenn Sie nur für einen kurzen Trip über die Grenze fahren.
Ein echter Vorteil von Österreich ist die digitale Verfügbarkeit der Vignette. Das Klebemodell bekommen Sie nur an der Tankstelle, mit der digitalen Maut geht es schneller. Sie haben eine Konsumentenschutzfrist von 18 Tagen, wenn Sie online für Privatpersonen kaufen.
Wer spontan losfährt, greift besser zur Online-Variante und nutzt damit Angebote, die sofort gültig sind. Zudem gibt es in Österreich Sondermautstrecken wie Tunnel oder Passstrassen, für die Sie eine zusätzliche Gebühr entrichten müssen.
Die größten kulinarischen Unterschiede zwischen der Schweiz und Österreich
Österreichs Leckereien sind herzhaft und haben einen hohen Mehlspeisenanteil. In der Schweiz gibt es das herzhafte oder süsse Rösti, im Burgenland isst man Kaiserschmarrn. Zu den Hauptmahlzeiten wird viel Fleisch serviert.
Das Wiener Schnitzel ist hierbei natürlich der unangefochtene Klassiker, der traditionell aus Kalbfleisch zubereitet wird. Auch die Beilagen unterscheiden sich deutlich von den gewohnten Schweizer Standards. Statt Teigwaren finden Sie häufig verschiedene Knödelvariationen auf Ihrem Teller, die Fleischgerichte perfekt ergänzen.
Wussten Sie das? Sauce zum Schnitzel ist ein Frevel in Österreich! Sie werden es auf der Karte höchstens in touristischen Lokalen finden.
An den Nachmittagen wird es süss, denn Österreich hat eine ausgeprägte Kaffeekulturszene. Hier wird nicht nur schnell mal ein Tässchen Kaffee heruntergestürzt, sondern eine Melange mit Torte oder einem Apfelstrudel serviert. Schlemmen und grosszügige Portionen sind in Österreich Tradition. Wenn Sie Weine mögen, probieren Sie abends ein paar beliebte Originale.
So sehen es die Österreicher mit Trinkgeldern
Beim Bezahlen im Restaurant oder im Café gibt es eine ungeschriebene Regel, die Schweizer oft überrascht. In der Schweiz ist der Servicebetrag meistens bereits im Preis enthalten und ein kleiner Aufschlag wird eher symbolisch gegeben. In Österreich hingegen ist ein Trinkgeld von etwa fünf bis zehn Prozent der Gesamtsumme absolut üblich. Es gilt als Ausdruck der Zufriedenheit und ist fester Bestandteil des Einkommens für das Personal im Gastgewerbe.
Wichtig ist die Art und Weise der Übergabe. Man lässt das Geld in der Regel nicht einfach auf dem Tisch liegen. Stattdessen nennen Sie dem Kellner beim Bezahlen direkt den Endbetrag inklusive des Aufschlags. Sagt der Kellner beispielsweise „Zwanzig Euro achtzig“ und Sie möchten auf zweiundzwanzig Euro aufrunden, sagen Sie einfach „Zweiundzwanzig“. Mit dem Wort „Stimmt so“ signalisieren Sie, dass kein Wechselgeld zurückgegeben werden muss. Diese direkte Kommunikation ist im österreichischen Service sehr geschätzt und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.
Besondere Gepflogenheiten in Österreich
Österreicher gelten im Allgemeinen als sehr höflich und legen Wert auf eine gewisse Etikette im Umgang miteinander. In ländlichen Regionen wie dem Burgenland ist das Grüssen auf der Strasse oder beim Betreten eines Ladens fast schon Pflicht. Ein freundliches „Grüss Gott“ öffnet Ihnen hier viele Türen und sorgt sofort für eine sympathische Atmosphäre. In der Schweiz mag man es eher sachlich und reserviert, doch in Österreich schätzt man den kurzen Plausch zwischendurch sehr.







